Prof. Robert Büchner von der Universität Innsbruck hatte sich intensiv mit der Geschichte der Kraxenträger und deren Warentransport vom Süden in den Norden und umgekehrt auseinandergesetzt. In einem Podcast informierte der Professor, dass sich Säumer und Cramas im 20.Jhd oft zu Gruppen zusammengeschlossen und gemeinsam Lager angemietet hatten, um ihre Waren zu deponieren. Diese Lager waren dann auch der Grundstein für bekannte Firmen wie z.B. Peek & Cloppenburg. Von dort haben sie zu Fuß oder mit Saumtieren die Waren zum Kunden oft an sehr entlegenen Plätzen transportiert. Sie haben sich dafür extra Kraxen und teilweise auch Überkopf-Kraxen gebaut, mit denen sie bis zu 80 kg transportieren konnten.
Entlang der Haupt-Saumrouten verbreiteten sie die neuen Lebensstile, Modeerscheinungen etc. die sich heute in vielen Traditionen wiederfinden. Neben dem Warenaustausch kam es somit zusätzlich zu einem vielfältigen Kultur- und Wissenstransfer. Der Saumhandel prägte die jeweilige Kultur des süddeutschen Raumes und in Teilen von Österreich. Das verbindende Element waren die Säumer und Kraxenträger.